Private Equity
A-H
Added Value
Wertzuwachs, der durch das Einbringen von Management Know-how und die Betreuung durch die Beteiligungsgesellschaft erzielt wird.
Add-on
Zukauf von Unternehmen zur Vergrößerung/Stärkung des Ausgangsunternehmens.
Anlagestrategie
Die Anlagestrategie einer Beteiligungsgesellschaft gibt Auskunft über die Fondskonzeption, die Laufzeit des Fonds, die angestrebten Investitionsphasen, die bevorzugten Branchen und Regionen sowie die Auswahlkriterien für den Aufbau des Beteiligungsportfolios einschließlich der damit verbundenen Due Diligence-Prüfungen.
Asset Deal
Erwerb der einzelnen Wirtschaftgüter eines Unternehmens anstelle der Anteile.
Benchmark
Vergleich der eigenen Arbeitsprozesse und Abläufe mit denen anderer Unternehmen, die in bestimmten Bereichen (z.B. Logistik oder Vertrieb) besonders erfolgreich sind.
Beteiligungsfonds
Bei dieser Investitionsform beteiligt sich der Anleger an einer Fondsgesellschaft, die das eingeworbene Kapital direkt in Unternehmen ausgewählter Zielbranchen und Entwicklungsphasen investiert. Vor einer solchen Beteiligung sollte ein Anleger die Anlagestrategie der Beteiligungsgesellschaft und das Fondsmanagement sorgfältig prüfen. Ein Engagement in einem Beteiligungsfonds bietet höhere Renditechancen als eine Investition in einen breiter gestreuten Dachfonds, ist aber auch risikoreicher, denn
- das Kapital wird nur in einer begrenzten Zahl von Unternehmen investiert (10 bis 20)
- die Fondsrendite ist stark abhängig von der Performance weniger Unternehmen.
Beteiligungsmanagement
Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele R Start-ups zwar ausgezeichnete Geschäftsideen haben, es ihnen aber an der Erfahrung und gelegentlich auch an den Fähigkeiten mangelt, diese Ideen umzusetzen. Einige Beteiligungsfonds unterstützen deshalb aktiv die Entwicklung der Unternehmen, an denen sie sich beteiligen, um die geplante Wertsteigerung auch zu realisieren. Schwerpunkte bilden dabei
Sparringspartner des Managements bei der Strategiefindung und -anpassung
- Aktive Mitwirkung bei Finanzierungsrunden und Kapitalmaßnahmen
- Beteiligungscontrolling mittels standardisierter Werkzeuge und Verfahren
- Ergänzung/Umbesetzung der Management-Ebene
- Aktive Mitwirkung bei Unternehmensverkäufen und Transaktionen
- Bereitstellung von qualifizierten Netzwerkkontakten im Vertrieb und im Hinblick auf strategische Partnerschaften.
Blind Pool
Zum Zeitpunkt der Beteiligung an einer Fondsgesellschaft oder einem Dachfonds steht noch nicht fest, in welche Unternehmen bzw. Zielfonds die Investitionen getätigt werden. Der Anleger trägt deshalb das Risiko, das zum geplanten Investitionszeitraum z.B. nicht genügend geeignete Zielfonds zur Verfügung stehen und die Investitionen sich deshalb zeitlich verzögern. Eine geringere Anzahl von Zielfonds als geplant vermindert die Risikostreuung und verstärkt die Abhängigkeit des Beteiligungserfolgs von der Rentabilität einzelner Zielfonds.
Börsengang
Abgabe von Unternehmensanteilen im Zuge eines Börsengangs. In der Vergangenheit wurde diese Möglichkeit auch als „Königsweg des R Exit“ bezeichnet, da bei Börsengängen die höchsten Bewertungen der Unternehmen erzielt wurden. Nach dem Platzen der „New Economy“-Blase im Jahr 2001 wurden Börsengänge jedoch selten. Siehe auch R IPO.
Bridge Financing
Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen zur Vorbereitung eines Börsengangs zur Verfügung gestellt werden. Ziel dieser Überbrückungsfinanzierung ist die Verbesserung der Eigenkapitalquote.
Business Angel
Vermögende Privatperson, die sich an einer Geschäftsidee oder an einem Unternehmen mit aktiver Unterstützung und/ oder mit Kapital beteiligt Seed. Als Gegenleistung erhält ein Business Angel Anteile an dem Unternehmen.
Business Plan
Im Businessplan wird ein Unternehmenskonzept mit dem Ziel präsentiert, potenzielle Finanziers von der Tragfähigkeit einer Geschäftsidee zu überzeugen. Im Businessplan müssen das innovative Potenzial der Geschäftsidee, das Produkt, der Markt, die Wettbewerber, der Zeitplan und der Finanzplan prägnant und stringent dargestellt werden.
Buy-and-build strategy
Zukauf von mehreren Unternehmen zum Aufbau oder zur Enwicklung mit dem Ziel den Unternehmenswert und die Marktposition nachhaltig zu steigern.
Buy Back
Rückkauf der Anteile durch die ursprünglichen Gesellschafter.
BVK
Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften ist die umfassende Organisation der deutschen und in Deutschland tätigen Repräsentanten ausländischer Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Der BVK wurde 1988 in Berlin gegründet und hat z.Zt. 275 Mitglieder. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Verbandes www.bvk-ev.de
Capital Gain
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen.
Case Scenarios
Im Zusammenhang mit der Prüfung einer potenziellen Beteiligung (Due Diligence) werden verschiedene Szenarien für die weitere Entwicklung des Unternehmens durchgespielt und durchgerechnet. Ein „pessimistic/worst case scenario“ steht für eine negative Entwicklung, ein „optimistic/best case scenario“ für die günstigste Entwicklung und ein „most likely scenario“ für die Entwicklung, die am wahrscheinlichsten ist.
Cash flow deal
Traditionelle Form eines MBO, die weitgehend mit den erwirtschafteten Mitteln eines Unternehmens finanziert wird. Schlüsselgröße ist der Cash Flow, aus dem die Rückführung des aufgenommenen Fremdkapitals und die entsprechenden Kreditzinsen bestritten werden müssen.
Co-Venturing
Beteiligung an einem Unternehmen durch mehrere Investoren, von denen einer die Führung übernimmt.
Dachfonds ("fund of funds")
Bezeichnung für einen Fonds, der seine Mittel strategisch auf verschiedene Beteiligungsfonds verteilt, um so eine breitere Risikostreuung zu erzielen. Entscheidend für die Qualität eines Dachfonds sind die Anlagestrategie und das R Fondsmanagement. Für die Mehrheit der Investoren, insbesondere Privatanleger, ist diese Anlageform empfehlenswert, denn sie bietet ihnen eine Reihe von Vorteilen
- breite Risikostreuung durch ein diversifiziertes Portfolio
- vergleichsweise geringe Mindestanlagesumme
- Nutzung der Expertise der Fondsmanager
- Zugang zu den weltweit führenden so genannten Top Quartile-Fonds.
Deal Flow
Investmentmöglichkeiten, die einer Beteiligungsgesellschaft angeboten werden, meistens in Form eines detaillierten R Businessplans.
Delisting
Bezeichnung für den Fall, dass ein Unternehmen von der Börse genommen wird und aus der Liste der gehandelten Titel gestrichen wird. Siehe auch Going Private.
Direktbeteiligung
Hier beteiligt sich der Anleger direkt an dem Kapital suchenden Unternehmen. Der Investitionserfolg hängt dabei in hohem Maße ab von der Qualifikation, der Erfahrung und dem Netzwerk des Investors, da er die Due Diligence-Prüfung quasi im Alleingang durchführen muss. Diese Form der Anlage eignet sich nur für Investoren, die schon andere Beteiligungen halten und ihr Risiko somit entsprechend streuen können.
Discounted Cash Flow
Das wohl gebräuchlichste Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes, bei dem der zu erwartende Cash Flow auf einen bestimmten Zeitpunkt abgezinst wird, um den Wert des Investments zu diesem Zeitpunkt zu bestimmen.
Divestment
Teilweiser oder vollständiger Verkauf von Anteilen oder Vermögensbestandteilen eines Unternehmens durch eine Beteiligungsgesellschaft.
Due Diligence
Fachausdruck für die „gebotene Sorgfalt“, mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Unternehmensbeteiligungen das Unternehmen vor Vertragsabschluss geprüft wird.
Due Diligence-Prüfungen beinhalten eine systematische Stärken-/Schwächen-Analyse, eine Prüfung der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie eine fundierte Bewertung des Unternehmens. Gegenstand der Prüfungen sind Bilanzen, personelle und sachliche Ressourcen, strategische Positionierung, rechtliche und finanzielle Risiken, Umweltlasten. Gezielt wird nach so genannten „Dealbreakern“ gesucht, d.h. nach Sachverhalten, die einem Kauf bzw. einer Beteiligung entgegenstehen könnten. Erkannte Risiken führen entweder zu einem Abbruch der Verhandlungen oder werden in Form von Preisabschlägen oder Garantien berücksichtigt.
Early Stage-Fonds
Bezeichnung für Beteiligungsfonds, die bevorzugt in Start-ups investieren. Siehe auch Investitionsphasen und Venture Capital.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes – Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern; wird als Kennzahl bei der Unternehmensbewertung genutzt.
EBITDA
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, einschließlich Abschreibungen auf den Goodwill.
Equity
Eigenkapital.
EVCA
Die European Private Equity & Venture Capital Association ist die europäische Organisation aller Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Organisation: www.evca.com
Exit Strategie
Oberbegriff für die unterschiedlichen Möglichkeiten, eine Unternehmensbeteiligung wieder zu veräußern: Buy Back, Börsengang, Trade Sale, Secondary Purchase. Vom Erfolg dieser Strategie hängt die Rendite einer Private Equity-Beteiligung ab, denn die Wertsteigerung der Beteiligung ist die Ertragsquelle jedes Beteiligungsfonds.
Expansion
Ein Unternehmen befindet sich in der Expansionsphase, wenn es die Gewinnschwelle erreicht oder bereits überschritten hat. Private Equity-Beteiligungen ermöglichen diesen Unternehmen z.B. neue Produkte zu entwickeln, ihre Produktionskapazitäten auszuweiten oder neue Märkte zu erschließen.
Feasibility Study
Machbarkeitsstudie oder Durchführungsstudie, in deren Verlauf die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit eines Projektes überprüft wird.
Fondsmanagement
Wichtig für den Erfolg der Beteiligung sind die Qualität und die Erfahrung des Managements der Beteiligungsgesellschaft, denn Private Equity ist ein so genanntes „people business“, bei dem Kontinuität eine bedeutende Rolle spielt. So sollten Investoren fragen, ob der Track Record der Gesellschaft von dem aktuellen Management-Team erzielt worden ist oder ob es starke Fluktuationen gegeben hat. Geprüft werden sollten auch Leistungsbilanzen, branchenspezifisches Know-how, Kontakte und internationales Netzwerk. Ein weiterer guter Indikator für die Qualität des Managements ist auch dessen Bereitschaft, sich selbst an dem angebotenen Private Equity-Fonds zu beteiligen.
Fungibilität
Die Beteiligung an einer Fondsgesellschaft ist für den Anleger ein langfristiges Engagement von sieben bis zehn Jahren Dauer. Da es keinen geregelten Markt für den Handel von Gesellschaftsanteilen gibtund deshalb auch kein Marktwert für eine Beteiligung ermittelt werden kann,ist ein vorzeitiger Verkauf eines Anteils sehr schwierig und unter Umständen gar nicht möglich.
Going Private
Rückkauf eines Unternehmens von der Börse in privates Eigentum.
Going Public
Gang eines Unternehmens an die Börse.
Gründungsjahr
Das Gründungsjahr eines Beteiligungsfonds hat einen starken Einfluss auf die Performance, denn auch im Private Equity-Markt gibt es konjunkturelle Zyklen. Fonds, die in den Jahren 1999 und 2000 kräftig investiert haben, werden aufgrund der damals relativ hohen Einstiegspreise wahrscheinlich nur schwer überdurchschnittliche Renditen erzielen. Fonds, die in der darauf folgenden Konsolidierungsphase aufgelegt wurden, dürften es dagegen leichter haben. Aus Sicht der Investoren scheint es deshalb lohnenswert, antizyklisch zu investieren.
Hands off
Nach der Bereitstellung des Beteiligungskapitals lässt der Private Equity Geber die Gesellschaft agieren, ohne bis zum Exit einzugreifen. Die Betreuung erfolgt eher passiv durch die Mitwirkung in Beiräten, Aufsichtsräten etc.
Hands on
Der Private Equity Geber betreut das Unternehmen aktiv und unterstützt das Management bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Siehe auch Beteiligungsmanagement.
High flyer
Bezeichnung für Unternehmensbeteiligungen mit einem extremen Wertanstieg, die für das gesamte Portfolio einer Beteiligungsgesellschaft selbst unter Berücksichtigung von „Flops“ und Abschreibungen eine überdurchschnittliche Rendite bringen.
I-P
Institutionelle Investoren
Große Institutionen wie Banken, Versicherungen, Pensionsfonds oder Großunternehmen, die in Eigenkapitalfonds investieren.
Investitionsphasen
Je nachdem, in welcher Entwicklungsphase sich das Unternehmen zum Zeitpunkt der Beteiligung befindet, unterscheidet man zwischen Venture Capital und Private Equity im engeren Sinne. Zu den Reifephasen eines Unternehmens siehe auch Seed, Start-up, Expansion,MBI/MBO, IPO.
IPO
Initial Public Offering: Im angloamerikanischen Raum Bezeichnung für die öffentliche Erstemission von Anteilen junger und mittelständischer Unternehmen.
Later-Stage-Fonds
Bezeichnung für Fonds, die sich bevorzugt an Unternehmen beteiligen, die bereits seit einigen Jahren wirtschaftlich tätig sind. Siehe auch Private Equity.
Lead Investor
In einem Syndikat von Beteiligungsgesellschaften derjenige Investor, der sowohl die Organisation der Finanzierung als auch die Betreuung des Unternehmens übernimmt. Dieser Investor hat i.d.R. auch den größten Anteil.
Letter of Intent
Schriftliche, i.d.R. aber unverbindliche Absichtserklärung eines Investors, die die Eckdaten der angestrebten Investition enthält.
Liquiditätsverlauf
Der typische Liquiditätsverlauf einer Beteiligung an einem Private Equity Dachfonds weist zu Beginn ausschließlich Liquiditätsabflüsse in Form der Einzahlungstranchen auf. Nach etwa fünf Jahren kann sukzessive mit Ausschüttungen gerechnet werden.
MBI/MBO
Das interne Management (Management-Buy-Out) oder externe Manager (Management-Buy-In) übernehmen wesentliche Anteile an der Gesellschaft von dem bisherigen Inhaber. Dies geschieht sowohl bei Konzernen, die sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und sich deshalb von Tochtergesellschaften oder Sparten trennen (MBO) oder bei mittelständischen Unternehmen, die keine Nachfolgeregelung getroffen haben (MBI).
Mezzazine-Kapital
Finanzierungsmittel, die die Lücke zwischen Fremd- und Eigenkapital in der Kapitalstruktur insbesondere bei einem MBI oder MBO füllen. In Deutschland gebräuchliche Formen sind z.B. das Gesellschafterdarlehen oder das patriarchalische Darlehen.
Milestone`s
Fest vereinbarte Ziele, bei deren Erreichen z.B. weiteres Kapital fließt.
Patriacharlisches Darlehen
Darlehensform, die dem Darlehensgeber Mitspracherechte einräumt.
Performance
Die Performance von Private Equity-Fonds bzw. die Höhe ihrer Rendite wird in hohem Maße von folgenden Kriterien bestimmt: High Flyer, Risikostruktur, Gründungsjahr, Exit-Strategie. Unabhängig von der Branche gilt langfristig die grobe Regel, dass sich 20 Prozent der Unternehmen eher schlecht entwickeln, 60 Prozent im normalen Mittelfeld liegen und weitere 20 Prozent aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Performance sehr hohe Renditen erwarten lassen.
Portfolio
Summe des gesamten in Beteiligungen angelegten Kapitals einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft, das sich auf Engagements in Unternehmen in verschiedenen Investitionsphasen und Branchen mit dem Ziel der Risikostreuung verteilt.
Private Debt
Fremdmittel, die vorwiegend von institutionellen Investoren, i.d.R. außerhalb des Bankensektors, im Zuge eines Private Placements zur Verfügung gestellt werden.
Private Equity
(deutsch: Privates Eigenkapital) Bezeichnung für eine Finanzierungsart, die nicht börsennotierten Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung stellt. Von der üblichen Finanzierung durch Bankkredite unterscheidet sich Private Equity dadurch, dass der Private Equity Geber haftendes Eigenkapital bereitstellt. Der Private Equity Nehmer ist dabei nicht zur Rückzahlung oder Verzinsung verpflichtet, denn der Private Equity Geber wird in Höhe seiner Kapitaleinlage Miteigentümer des Unternehmens und beteiligt sich damit auch am unternehmerischen Risiko.
Der Nutzen des Private Equity Nehmers besteht darin, dass er z.B. seine Finanzstruktur optimieren, neue Märkte erschließen und weiteres Wachstum finanzieren kann. Im Erfolgsfall führt dies zu einer Steigerung des Unternehmenswertes.
Davon profitieren dann die Private Equity Geber, wenn die Beteiligung veräußert wird Exit-Strategie. Für die Realisierung einer Private Equity-Beteiligung gibt es drei Möglichkeiten: Direktbeteiligung, Beteiligungsfonds, Dachfonds.
Private Placement
Private Platzierung von Aktien ohne Inanspruchnahme der Börse (im Gegensatz zum IPO).
R-Z
Replacement Capital
Kauf der Unternehmensanteile von Anteilseignern, die das Unternehmen verlassen wollen.
Risikostruktur
Die Investitionsphasen, auf die sich ein Beteiligungsfonds spezialisiert, zeichnen sich durch unterschiedliche Risikostrukturen aus. So erzielen Early Stage-Fonds tendenziell eine höhere Rendite als Later Stage-Fonds, gehen dafür aber auch höhere Risiken ein.
Secondary Purchase
Eine Private Equity-Gesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Unternehmen an eine andere Private Equity-Gesellschaft oder an einen Finanzinvestor.
Second Round Financing
Zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bereits in einer ersten Runde Beteiligungskapital erhalten hat.
Seed
Bei einer Private Equity-Beteiligung in der Seed-Phase geht es um die Finanzierung der Ausarbeitung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Ergebnisse (z.B. Prototyp oder Geschäftsmodell), auf deren Basis dann ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.
Spin-off
Ausgliederung und Verselbständigung einer Abteilung oder eines Geschäftsbereiches eines Unternehmens. Spin-offs bieten Unternehmen die Möglichkeit, durch Umwandlung eines Unternehmensteils kurzfristig Kapital zu erlangen. Spin-offs können auch der erste Schritt zu einem kompletten Verkaufeines Unternehmensteils sein.
Start-Up
Bezeichnung für Unternehmen, die sich in der Gründungsphase befinden oder ihre Geschäftstätigkeit vor kurzem aufgenommen haben. Die Finanzierungsmittel werden überwiegend verwendet für den Produktionsbeginn sowie Marketing- und Vertriebsaktivitäten.
Steuerliche Aspekte
Anleger können sich entweder als stille Gesellschafter an einem gewerblich geprägten Fonds beteiligen oder werden Kommanditisten eines vermögensverwaltenden Modells. Als stille Gesellschafter können die Anleger Anfangsverluste mit ihrem Einkommen verrechnen und erreichen dadurch zumindest eine Steuerstundung. Vermögensverwaltende Fonds bieten keine Verrechnungsmöglichkeit, dafür aber steuerbegünstigte Gewinnausschüttungen.
Squeeze-out
Aktienrechtliche Regelung, die einem Mehrheitsaktionär das Recht gibt, Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung zum Verkauf ihrer Aktien zu zwingen. Voraussetzung ist aber, dass der Mehrheitsaktionär 95 Prozent der Stimmrechte hält.
Syndication
Co-Investments, bei denen sich mehrere Investoren zusammen schließen, um größere Investments mit hohem Risiko zu finanzieren.
Target
Zielunternehmen für eine Unternehmensübernahme oder Eigenkapitalinvestition.
Track Record
Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens oder auch eines Managers/Unternehmers.
Top-Quartile-Fonds
Bezeichnung für Fonds, deren Performance in der Vergangenheit in der Gruppe der besten 25 Prozent des Gesamtmarktes lag. Da hier die Einstiegsbarrieren für ein direktes Investment besonders hoch sind, haben Privatanleger nur über Dachfonds die Chance sich an den globalen Beteiligungsinitiativen der erfolgreichsten Private Equity-Teams zu beteiligen.
Trade Sales
Wenn Unternehmensanteile an einen Finanzinvestor oder einen strategischen Investor verkauft werden, spricht man von einem Trade Sale. Die zu erzielenden Kaufpreise liegen bei strategischen Investoren i.d.R. höher als bei Finanzinvestoren, da diese oftmals Synergiepotenziale realisieren können.
Turnaround Financing
Finanzierung eines Unternehmens, das sich nach Überwindung von Schwierigkeiten wieder aufwärts entwickeln soll.
Venture Capital
Hierunter versteht man Eigenkapitalbeteiligungen an innovativen, jungen und schnell wachsenden Unternehmen, die oftmals lediglich über eine Produktidee oder ein Dienstleistungskonzept verfügen. Zu den Unternehmen, die sich auf diese Weise finanziert haben, gehören z.B. Easyjet, Sun Microsystems, Compaq, amazon, ebay und Google.
Vintage-Jahr
Jahr der Entstehung eines bestimmten Fonds bzw. der ersten Kapitalinvestition.
Window on technology
Bezeichnung für das Interesse eines Unternehmens, sich über eine Eigenkapitalbeteiligung Zugang zu neuen Technologien zu verschaffen.
Zielfonds
Bezeichnung für die Beteiligungsfonds, an denen sich ein Dachfonds beteiligt.
