Geschlossene Fonds
A-H
Ablieferung
Zeitpunkt, zu dem die Werft bzw. der Verkäufer das Schiff an die Reederei übergibt. Bei Neubauten werden eventuelle Restarbeiten durch Werftpersonal im Anschluss an die Ablieferung teilweise auch durch Bodenpersonal auf See erledigt.
Abschreibungen
Beträge, die zur Erfassung des Werteverzehrs am Anlagevermögen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand und in der Kostenrechnung als Kosten angesetzt werden. Der Wertverlust des Schiffes über die Laufzeit wird jährlich anteilig nach handels- und steuerrechtlichen Vorgaben angesetzt. Auswirkung auf die Liquidität haben die Abschreibungen nicht, sie betreffen nur das handelsrechtliche bzw. steuerliche Ergebnis.
Agio
Auch Aufgeld oder Ausgabeaufschlag genannt: positive Differenz zwischen Nennwert und Kurswert eines Wertpapiers.
Amtlicher Handel
Marktsegment mit den strengsten Zulassungsvoraussetzungen an deutschen Börsen.
Anlagestrategie
Zielgerichtete Vermögensplanung unter Berücksichtigung aktueller wirtschaftlicher und politischer Faktoren. In die Anlagestrategie fließen z.B. die Konjunktursituation, aktuelle Börsentrends oder die Zinsentwicklung mit ein. Eine risikofreudige Anlagestrategie zielt auf schnelle Gewinne ab und nimmt ein höheres Risiko durch die Auswahl entsprechend volatiler Papiere in Kauf. Konservative Anlagestrategien sind auf die Erzielung möglichst sicherer Renditen ausgerichtet.
Anleger
Ein Anleger beteiligt sich durch den Beitritt in Höhe seiner Einlage an einer Kommanditgesellschaft und wird somit zum Mitunternehmer dieser Gesellschaft. Seine Haftung ist auf die Höhe der übernommenen Einlage begrenzt.
Anleihe
Verzinsliches Wertpapier. Diese Art der Schuldverschreibung verbrieft den Anspruch eines Gläubigers auf den Betrag und auf eine feste oder variable Verzinsung.
AS-Fonds
Altersvorsorge-Sondervermögen (AS)-Fonds dienen der Alterssicherung und dürfen in Aktien, Anleihen und Immobilien investieren. Sie unterliegen speziellen Anlagevorschriften.
Asset Allocation
Englisch für Vermögensaufteilung. Die strukturierte Mischung verschiedener Anlageformen, zum Beispiel Regionen, Branchen, Währungen, im Portfolio
Ausgabeaufschlag
Einmalige Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen anfällt und hauptsächlich zur Deckung der Beratungs- und Vertriebskosten dient.
Ausgabepreis
Der Preis, den ein Anleger beim Kauf seiner Fondsanteile zahlt. Er entspricht dem Rücknahmepreis plus Ausgabeaufschlag.
Ausgleichsfähige Verluste
Verluste aus einer Beteiligung, die mit positiven Einkünften aus gewerblichen oder anderen Einkunftsarten des Anlegers verrechnet werden können. Die Ausgleichsfähigkeit ist nach § 15 a EStG und § 2 Abs. 3 EStG begrenzt.
Auszahlung
Anteilige Verteilung liquider Mittel an die Gesellschafter (Anleger). Die Höhe der Auszahlung orientiert sich an der Liquiditätssituation der Gesellschaft. Auszahlungen für ein Wirtschaftsjahr erfolgen auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses. In der Regel sieht der Gesellschaftsvertrag die Möglichkeit einer Vorabauszahlung im laufenden Geschäftsjahr vor. Wird entschieden, dass die vorhandene Liquidität nicht ausgeschüttet wird, verbleibt sie in der Gesellschaft und stärkt so die Liquiditätsreserve. Handelsrechtlich handelt es sich bei Auszahlungen um Entnahmen.
BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Die BaFin ist eine einheitliche staatliche Allfinanzaufsicht über Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Versicherungsunternehmen und den Wertpapierhandel. Seit dem 1. Juli 2005 ist gemäß gesetzlicher Vorgabe ein Genehmigungsverfahren vorgeschrieben, wonach Verkaufsprospekte bei der BaFin zur Gestattung der Veröffentlichung einzureichen sind.
Barreserve
Auch: Liquidität oder Cash-Position. Fondsmanager können einen Teil des Fondsvermögens in Termingeld anlegen, um auf Marktbewegungen reagieren zu können.
Beitrittserklärung
Zeichnungsschein, der dem Beteiligungsprospekt als Anlage beigefügt ist. Der Anleger tritt mit der Unterzeichnung der Beteiligungsgesellschaft mit dem in dem Zeichnungsschein eingesetzten Betrag bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt des Anlegers wirksam, und er erhält eine Annahmeerklärung der Treuhandgesellschaft (siehe Treuhandgesellschaft).
Benchmark
Messlatte für Fonds. Meist ein Index, der den entsprechenden Markt spiegelt.
Bestandsprovision
Jährliche Vergütung, die der Fondsvermittler von der Investmentgesellschaft bekommt. Basis ist das von ihm betreute Fondsvolumen.
Beteiligungsgesellschaft
Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG.
Beteiligungsprospekt
Erklärende Broschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen der offerierten Beteiligung. Die Prospektbestandteile sind ein allgemeiner Teil, Grundlagen und Partner des Beteiligungsangebotes, Investitions- und Planrechnung, wirtschaftliche Grundlagen mit der Darstellung der Chancen und Risiken für den Anleger, Abdruck des Gesellschafts- und des Treuhandvertrages sowie ggf. zusätzliche Vereinbarungen. Der Prospektherausgeber, in der Regel sind es gemeinschaftlich das Emissionshaus und die Beteiligungsgesellschaft (siehe Initiator), haftet für den richtigen und vollständigen Prospektinhalt.
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen den Chartereinnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederung und Befrachtung, Gesellschaftskosten sowie Zinsaufwendungen.
Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens anfallen. Dazu zählen im Einzelnen: Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten.
Blind Pool
Beteiligung an einem Unternehmen, bei dem das Anlageobjekt und die Investitionssumme zum Investitionszeitpunkt noch nicht festgelegt sind.
Blue Chips
Auch: Standardwerte. Aktien von Unternehmen, die über eine hohe Marktkapitalisierung und einen hohen Bekanntheitsgrad verfügen.
Bonität
Zahlungsfähigkeit und -willigkeit von Personen, Unternehmen und Wertpapieremittenten als Basis für ihre Kreditwürdigkeit.
Bottom-up-Ansatz
Analysemethode, bei der Fondsmanager aufgrund der wichtigsten Kennzahlen eines Unternehmens versuchen, die Entwicklung einer Aktie vorherzusagen.
Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Zu den Aufgaben des Bundesministerium der Finanzen zählen die Bereiche Zölle und Steuern sowie die nationale, internationale und EU Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik. Das BMF ist für die Erstellung des Bundeshaushaltes verantwortlich und befasst sich mit den Liegenschaften des Bundes, der Privatisierung staatlicher Unternehmen, offenen Vermögensfragen, Geld- und Kreditwesen und pflegt die Finanzbeziehung zu Ländern und Gemeinden.
Cash-Flow
Als Cashflow bezeichnet man die Nettomitteleinnahmen aus dem Umsatz und aus sonstigen laufenden Aktivitäten innerhalb eines festgelegten Zeitraums.
Chart-Analyse
Auch technische Analyse. Methode der Aktienkursprognose, die sich nicht auf Unternehmens- und gesamtwirtschaftliche Daten (Fundamentalanalyse), sondern auf die Beobachtung der Entwicklung der Kurse in der Vergangenheit stütz.
Cost-Average-Effekt
Auch: Durchschnittskosten-Verfahren. Kommt bei Sparplänen zum Tragen, bei denen Anleger regelmäßig für einen bestimmten Betrag Fondsanteile kaufen. So erwerben sie bei niedrigen Preisen mehr und bei hohen Preisen weniger Anteile. Langfristig kaufen Anleger somit günstig ein.
Dachfonds
Kaufen Anteile anderer Fonds, so genannter Zielfonds. Das können hauseigene oder Produkte fremder Investmentgesellschaften sein.
DAX®- Index
Der DAX wird aus den Kursen der 30 umsatzstärksten deutschen Aktien berechnet und ist der meistbeachtete Indikator für die Kursentwicklung an der deutschen Börse. Er dient einer höheren Markttransparenz und ist die Basis für Terminkontrakte an der Deutschen Terminbörse.
Discount
Wer genau weiß, welche Art von Wertpapieren er kaufen will, verzichtet auf Beratung und kann so Kosten sparen. Bei Fonds wird ein Teil des Ausgabeaufschlags erlassen. Ob ein Fonds zum Discount erhältlich ist, bestimmt die jeweilige Fondsgesellschaft.
Dow-Jones-Index
US-amerikanischer Aktienindex, 1897 von der Börsenzeitung des Verlags Dow Jones & Comp. Für die New Yorker Börse eingeführt. Repräsentiert die Blue Chips an der Wall Street.
Devisentermingeschäft
Sicherungsinstrument zur Minimierung des Fremdwährungsrisikos gegenüber der Fondswährung (z.B. Euro). Wichtig, da Erlöse und Kosten oft in unterschiedlichen Währungen anfallen.
EBIT
Einkommen einer Firma vor Zinsen und Steuern.
Eigenkapital
Das dem Unternehmen von seinen Eigentümern, im Gegensatz zum Fremdkapital, ohne zeitliche Beschränkung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestellte Kapital.
Einkommen, sonstiges zu versteuerndes
Das sonstige zu versteuernde Einkommen bildet grundsätzlich die Bemessungsgrundlage, auf die der Einkommensteuertarif angewendet wird, also die Summe der Einkünfte abzüglich folgender wesentlicher Punkte: Sonderausgaben (wie z.B. Kirchensteuer), außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge (wie z.B. Kinderfreibeträge). Das letztendlich zu versteuernde Einkommen ergibt sich dazu durch Addition des Steuerlichen Ergebnisses aus §§ 15, 15a, 5a EStG.
Eintragung in das Handelsregister
Der Anleger wird in das Handelsregister als Gesellschafter der Kommanditgesellschaft eingetragen. Dies übernimmt für ihn der Treuhänder. Nur durch die direkte Eintragung kann sich der Anleger Steuerfreiheit für die ihm zufließenden Ausschüttungen sichern.
Emerging Markets
Auch: Schwellenländer. Aufstrebende Entwicklungsländer, unter anderem Argentinien, Brasilien, China, Polen, Russland und Südkorea.
Emission
Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt. Der Verkauf wird von einem Emissionskonsortium übernommen.
Emissionshaus
Bank, Kreditinstitut oder Privatgesellschaft, die im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Beratung bei der Fondskonzeption, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Ausgabe von Kommanditanteilen übernimmt.
Emissionskurs
Preis für neu ausgegebene Wertpapiere, bei Aktien mindestes der Nennwert. Bei festverzinslichen Wertpapieren liegt der Kurs meist unter dem Nennbetrag.
Emittent
Aussteller von Wertpapieren, zum Beispiel von Aktien und Anleihen.
ETF`s
Exchange Traded Funds: Börsengehandelte Fonds. Seit April 2000 ist diese Fondskategorie am Marktsegment XTF der Deutschen Börse zum Handel zugelassen.
Erbschafts- und Schenkungssteuer
Der anteilige Wert des Betriebsvermögens der Gesellschaft bildet bei jedem Gesellschafter die Grundlage für etwaige erbschafts- und schenkungssteuerliche Feststellungen. Basis der Bewertung sind die Buchwerte der Gesellschaft (§ 98a, § 109 Abs. 1 BewG). Positives Betriebsvermögen unterliegt in Erbschafts- sowie Schenkungsfällen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge bei einem einmaligen Freibetrag von Euro 256.000 lediglich zu 60% der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Weiter wird Betriebsvermögen unabhängig vom Verwandtschaftsgrad im Ergebnis stets nach dem günstigen Tarif der Steuerklasse I versteuert. Voraussetzung für die Vergünstigungen ist jedoch, dass die Beteiligung oder die Gesellschaft nicht innerhalb von 5 Jahren nach dem Erwerb aufgegeben wird. Aufgrund der neueren BFH-Rechtsprechung ist zur Zeit die Inanspruchnahme des Freibetrages von Euro 256.000) umstritten, sofern nicht wesentliche Teile der Erbmasse im Wege der Schenkung übertragen werden. Allerdings ist der Schenkungssteuerliche Wert einer Schiffsbeteiligung meist recht gering.
Finanzmathematisches Ergebnis
Der objektive Vergleich von Anlageformen bedarf einer finanzmathematischen Methode, die unabhängig von den individuellen Anlagecharakteristika anwendbar ist. In der Regel wird hierfür die Methode des "Internen Zinsfußes" angewandt (siehe Interner Zinsfuß).
Fonds
Für einen bestimmten Zweck gebildete und verwaltete Vermögenswerte.
Fondsfinanzierung
Das Fondsvolumen einer Fondsgesellschaft besteht zum einen aus dem eingebrachten Kapital der Anleger und zum anderen aus dem Fremdkapital durch Darlehen. Eigenkapital und Fremdkapital ergeben das Fondsvolumen.
Fondsgebundene Lebensversicherung
Auch Fondspolice. Lebensversicherung, bei der der Sparanteil des Anlagebeitrags in einen oder mehrere Fonds fließt.
Fondskapital
Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft dar.
Fondsmanagement
Mit Führungsaufgaben betrautes Gremium, das Fondsvermögen von Investmentfonds verwaltet und alle Anlageentscheidungen trifft.
Fondspreis
Preis eines Fondsanteils. Er wird täglich aus dem Kurswert der Wertpapiere ermittelt, in die der Fonds investiert ist.
Fondsrating
Systematische Bewertung von Fonds. Leistungskriterien sind beispielsweise Performance und Risiko eines Fonds.
Fondsshop
Bieten eine bankenunabhängige Beratung und Fonds verschiedener Investmentgesellschaften an.
Free Float
Auch: Streubesitz. An der Börse notierte Aktien einer Aktiengesellschaft, die nicht in festem Besitz sind.
Freiverkehr
Hier werden die Aktien gehandelt, die weder zum amtlichen Handel noch zum geregelten Markt zugelassen sind.
Fund of Fund
Der Beteiligungsfonds investiert in einen Dachfonds, der Dachfonds investiert wiederum in eine größere Zahl von kleineren Fonds. Damit ist eine breite Risikostreuung bei hoher Branchenabdeckung möglich.
Fungibilität
Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint.
Geld-Brief Spanne
Von einem Kursmakler gestellte An- und Verkaufspreise für Wertpapiere.
Geldmarktfonds
Investieren in Festgeld und Anleihen mit kurzer Restlaufzeit. Vorteil dieses Fondstyps sind geringe Preisschwankungen.
Geregelter Markt
Börsensegment, das Unternehmen einen leichteren Zugang zur Börse bietet als der amtliche Handel. Aufgrund der niedrigeren Zulassungsvoraussetzungen für Unternehmen ein kostengünstiger Weg, an die Börse zu gehen.
Growth-Fonds
Fonds, die in Wachstumswerte mit erhöhtem Kursrisiko, zum Beispiel Technologieaktien, investieren. Die Aktien haben meistens ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).
Geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds sind Gesellschaften, die eine fest definierte Summe, das Fondskapital, zur Finanzierung größerer Investitionsprojekte an mehrere Anleger emittieren.
Gesellschafter
Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft gegründet, nennt man den Gesellschafter Kommanditist.
Gesellschaftskosten
Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung, Beiratskosten sowie die Komplementärvergütung.
Gesellschafterversammlung
Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches Forum der Anlegermitbestimmung. Gesellschaftsvertrag regelt Form und Frist der Versammlung. Wichtige Tagesordnungspunkte (Top's): Bericht der Geschäftsführung, Feststellung und Genehmigung des Jahresabschlusses, Entlastung von Geschäftsführung und Beirat, Beschlüsse über Ausschüttung, Beiratswahl, Ausschluss von Gesellschaftern, Änderung der Geschäftspolitik.
Gesellschaftsvertrag
Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Der Vertrag regelt insbesondere Unternehmensziel, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.
GmbH & Co. KG
Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementär, d.h. als persönlich haftender Gesellschafter allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.
Haftung des Kommanditisten
Nach der vollständigen Erbringung der Kommanditeinlage ist die Haftung der Kommanditisten ausgeschlossen. Die persönliche Haftung lebt jedoch nach §§ 171 Abs. 1 und 172 Abs. 4 HGB wieder auf, sofern Liquiditätsausschüttungen vorgenommen werden, ohne dass ein entsprechender Gewinn im Jahresabschluss der Kommanditgesellschaft ausgewiesen wurde. In Höhe dieser Liquiditätsausschüttungen besteht also die Möglichkeit der persönlichen Inanspruchnahme der Anleger. Im Gründungsstadium wird die unmittelbare persönliche Haftung der Investoren dadurch ausgeschlossen, dass sie ihre Beteiligung über den Treuhänder zeichnen. Um keine steuerlichen Nachteile im Rahmen von Ausschüttungen zu erleiden, ist es erforderlich, dass das Treuhandverhältnis aufgelöst und der Investor selbst als Kommanditist in das Handelsregister eingetragen wird, bevor die Ausschüttungen vorgenommen werden.
I-P
Initiator
Anbieter, der allein oder zusammen mit anderen Anbietern ein Investitionsprojekt auflegt (initiiert) oder der öffentlich privates Anlagekapital für ein solches Projekt einwirbt. Initiatoren sind insbesondere die Beteiligungsgesellschaft und das für die Emission und den Vertrieb der Eigenkapitalanteile zuständige Unternehmen (siehe Emissionshaus).
Interner Zinsfuß (IRR)
Finanzmathematische Methode zum objektiven Vergleich verschiedener Anlageformen, welche die Ein- und Auszahlungsströme einer Kapitalanlage unter bestimmten Zins- und Zeitannahmen gegenüberstellt. Das Ergebnis der internen Zinsfußmethode stellt die tatsächlich in einem Investitionsobjekt steckende Verzinsung dar. Die Methode des internen Zinsfußes ist aus Anlegersicht nicht unumstritten, da sie ideale Bedingungen vorsieht, die in der Realität kaum anzutreffen sind. Ein Anleger sollte deshalb mehrere Vergleichsmethoden bei der Bewertung von Investitionsobjekten heranziehen.
Investitionsplan
Planrechnung und wesentlicher Bestandteil der gesamten Unternehmenskonzeption. Er weist die Verwendung der Mittel in der Investitionsphase wie auch deren Herkunft aus. Das Gesamtinvestitionsvolumen muss sich betragsmäßig mit dem Finanzierungsvolumen (Eigen- und Fremdkapital inkl. Agio des Fonds) decken. Aus Vorsichtsgründen wird in das Finanzierungsvolumen regelmäßig eine Liquiditätsreserve einkalkuliert.
Kapitalanlagegesellschaft (KAG)
Auch Investmentgesellschaft. Unternehmen, das Investmentfonds auflegt. Deutsche KAGs unterliegen dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG).
Kapitalkonto
Das Kapitalkonto dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Gewinn- bzw. Verlustanteile sowie Ausschüttungen bzw. weitere Einlagen wieder.
Kapitalrückfluss
Der Kapitalrückfluss ist die Summe der an den Anleger gezahlten laufenden Ausschüttungen, dem Anteil am Verkaufserlös des Schiffes und den Steuerminderungen.
KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis: Kurs einer Aktie im Verhältnis zum erwarteten Gewinn je Aktie. Das KGV 2002 bezieht sich auf die geschätzten Gewinne der Aktiengesellschaft im Jahr 2002.
Kommanditeinlage
Kapitalanteil eines Kommanditisten an einer Kommanditgesellschaft.
Kommanditgesellschaft (KG)
Personengesellschaft, die zwei Arten von Gesellschaftern hat: Solche, die unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen haften (Komplementär) und solche, deren Haftung auf eine bestimmte, im Handelsregister eingetragene Kapitaleinlage beschränkt ist (Kommanditisten).
Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, deren Haftung auf ihre Kapitaleinlage begrenzt ist.
Komplementär
Vollhaftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft. Bei Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG ist der Komplementär eine GmbH und die Haftung ist somit auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt.
Kontokorrentkredit
Mittel der kurzfristigen Fremdfinanzierung. Ein Kontokorrentkredit entsteht, wenn ein Kontoinhaber auch dann noch in einem definierten Umfang über sein Konto verfügen kann, wenn das Guthaben zur Bezahlung der Verbindlichkeiten nicht ausreicht.
Large Caps
Aktiengesellschaften mit einer hohen Marktkapitalisierung.
Leistungsbilanz
Laut Definition ist die Leistungsbilanz eine Teilbilanz der Zahlungsbilanz des Bundes. Im Bereich der geschlossenen Fonds wird unter Leistungsbilanz die gegenüberstellung von prospektierten und realisierten jährlichen Fondsergebnissen ausgedrückt.
Liquidität
Fähigkeit eines Unternehmens, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Unter Liquidität versteht man auch die Zahlungsmittel selbst. Diese können mehr oder weniger liquide sein, je nach dem wie schnell über sie verfügt werden kann. Flüssige Mittel sind neben Bargeld auch Schecks und Bankguthaben ohne Kündigungsfrist. Darüber hinaus sind auch festverzinsliche Wertpapiere relativ liquide, da sie normalerweise jederzeit veräußert werden können.
Liquidation
Auflösung der Fondsgesellschaft durch Veräußerung des gesamten Fondsvermögens.
Management Fee
Auch Verwaltungsgebühr genannt. Dies ist die jährliche Gebühr, die direkt aus dem Fondsvermögen abgezogen wird (siehe auch Tradingfonds) und die Kosten der Fondsgesellschaft sowie des Fondsmanagements deckt.
Managementgebühr
Auch: Verwaltungsgebühr. Jährliche Gebühr, die direkt aus dem Fondsvermögen abgezogen wird und die Kosten der Fondsgesellschaft deckt.
Marktkapitalisierung
Anzahl aller Aktien eines Unternehmens multipliziert mit dem aktuellen Kurs.
Mindestbesteuerung
Seit Anfang 1999 wurde die Mindestbesteuerung in § 2 Abs. 3 des EStG geregelt. Sie entspricht einer Begrenzung des Verlustausgleiches und besagt Folgendes: Die ausgleichsfähigen negativen Einkünfte aus einer Beteiligung können grundsätzlich unbegrenzt mit positiven Einkünften der Steuerpflichtigen der gleichen Einkunftsart verrechnet werden. Ein Verlustausgleich mit positiven Einkünften aus anderen Einkunftsarten ist jedoch nur in Höhe von Euro 51.500 bei Ledigen bzw. Euro 103.000 bei zusammen veranlagten Eheleuten und darüber hinaus nur bis zur Hälfte der übrigen positiven Einkünfte zulässig. Darüber hinaus gehende Verluste können im Rahmen eines Verlustrücktrages bzw. durch einen Verlustvortrag in den von § 10 d EStG gesteckten Grenzen berücksichtigt werden.
Mindestbeteiligung
Der vom Anleger zu zeichnende Kommanditanteil soll einem definierten Mindestbetrag entsprechen, um den Verwaltungsaufwand in vernünftiger Relation zu halten.
Mittelverwendungskontrolle
Sicherstellung der zweckgerechten Verwendung der von den Anlegern auf ein Treuhandkonto geleisteten Einlagen durch einen Standesrechtler (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwalt oder entsprechende Zusammenschlüsse) während der Investitionsphase des Fonds. Erst nach der Erfüllung der im Mittelverwendungskontrollvertrag definierten Freigabekriterien werden die Mittel an Dritte ausgekehrt.
Mutual Fund
US-amerikanischer Ausdruck für Investmentfonds.
MSCI
Morgan Stanley Capital International: Morgan Stanley hat für diverse Börsen Indizes entwickelt, die dem Vergleich einzelner Märkte untereinander und als Benchmark für viele Fonds dienen.
Nasdaq
Elektronische Freiverkehrsbörse für Wachstumsstarke Technologiewerte in den USA. Die Nasdaq wurde 1971 gegründet.
Nebenkosten
Hierunter fallen alle dem Fondszusätzlich aufgebürdeten Kosten wie z.B. Agio, Liquiditätsreserven und Vertriebskosten des Emissionshauses.
Nennwert
Auch: Nominalwert. Der aufgedruckte Betrag auf einem Wertpapier. Bei Aktien ist der Teilbetrag des Grundkapitals des Gesellschaft.
Neuer Markt
Börsensegment mit relativ strengen Zulassungskriterien für junge Wachstumswerte mit hohem Kapitalbedarf. Gegründet wurde der Neue Markt im März 1997.
Nikkei
Genauer Nikker-225. Index für die Börse in Tokio. Insgesamt sind in dem Wert 225 Aktiengesellschaften erfasst.
Oberfinanzdirektion (OFD)
Die Oberfinanzdirektion ist für die Leitung der Finanzverwaltung des Bundes und des Landes zuständig. Sie untersteht in Angelegenheiten der Bundesfinanzverwaltung dem Bundesministerium der Finanzen, in Angelegenheiten der Landesfinanzverwaltung als Mittelbehörde dem Senat bzw. der Finanzbehörde.
Optionsschein
Optionsscheine verbriefen das Recht, eine bestimmte Anzahl von Aktien innerhalb einer bestimmten Frist zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
PEG-Ratio
Price-Earning-to-Growth-Ratio: Diese Kennzahl setzt das KGV eines Geschäftsjahres in Relation zum erwarteten Gewinnwachstum des nächsten Jahres.
Performance
Gibt den Wertzuwachs von Fonds für einen bestimmten Zeitraum an. Sie setzt sich zusammen aus der Kursveränderung und aus eingenommenen Dividenden und Zinsen.
Personengesellschaft
Gesellschaftsrechtliche Ausprägung der Unternehmensverfassung, bei der sich mindestens zwei Personen zwecks gemeinsamen Betriebes einer Unternehmung zu einem Eigentümerverband (Gesellschaft) zusammenschließen, wobei diesem persönlich und unbeschränkt, d.h. auch mit dem Privatvermögen haftende Gesellschafter angehören müssen. Im Gegensatz zu den Kapitalgesellschaften als sogenannte juristische Personen richten sich Ansprüche Dritter nicht nur gegen das Gesellschaftsvermögen, sondern auch gegen die vollhaftenden Gesellschafter.
Platzierungsgarantie
Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das Fondskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Der Garant gewährleistet, dass er oder ein Dritter eventuelle Platzierungsreste zu einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt. Dies bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da der Fonds in jedem Fall geschlossen wird, d.h. dass das Erreichen des Investitionsziels gewährt ist.
Portfolio
Die Zusammensetzung der Wertpapiere eines Fonds.
Private Equity
Private-Equity-Fonds sind geschlossene Fonds, deren Manager Anteile an Unternehmen kaufen. Die Firmen nutzen diese Geldspritze, um zu expandieren oder sich neu zu strukturieren. Dadurch erhöht sich im Idealfall der Wert des Unternehmens, und der Fondsmanager kann seine Anteile anschließend mit Gewinn verkaufen. Doch die Umstrukturierung kann auch schief gehen; dann geht der Fonds leer aus. Private-Equity-Investitionen sind daher sehr risikoreich. Private-Equity-Dachfonds investieren in mehrere geschlossene Fonds und minimieren dadurch das Risiko.
Private Placement
Platzierung einer Schiffsbeteiligung unter wenigen Anlegern. Dadurch ergeben sich relativ hohe Zeichnungssummen. Auf die Ausgabe eines Prospektes wird in der regel verzichtet.
Prospekthaftung
Werden bestimmte Kapitalanlegeformen in Prospekten dargestellt und sind die wesentlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Angaben unrichtig, nicht vollständig oder gar irreführend, so greift die Prospekthaftung. Haftbar gemacht werden können Initiatoren, Gründer und Gestalter einer Kapitalanlagegesellschaft. Diese müssen den Interessenten in den Verkaufsunterlagen über alle wichtigen Daten der Anlage informieren und ihn so in die Lage versetzen, das Risiko einer Investition richtig einschätzen zu können. Dazu zählt, dass alle wirtschaftlichen und insbesondere rechtlichen Verhältnisse des Investments offen gelegt werden. Darüber hinaus dürfen auch die aktuelle Steuergesetzgebung sowie die Verwaltungspraxis nicht außer Acht gelassen werden. Wer einen finanziellen Schaden durch falsche oder fehlende Angaben des Prospektherausgebers erleidet, wird so gestelt, als hätte er überhaupt keinen Vertrag mit ihm abgeschlossen; vorausgesetzt, die Schadenersatzansprüche sind noch nicht verjährt. Die Verjährungsfrist beträgt regelmäßig sechs Monate, bei bewusst falschen Angaben des Herausgebers dreißig Jahre.
Prospektprüfungsbericht
Bestätigung eines unabhängigen Prüfers über die Richtigkeit der im Prospekt gemachten Angaben hinsichtlich beteiligter Personen, Verträge etc. korrekt sind. Der Prospektprüfungsbericht beurteilt nicht die wirtschaftlichen Angaben im Prospekt.
Publikumsfonds
Fonds mit vergleichsweise niedriger Mindestbeteiligung, die vergelichsweise vielen Anlegern eine Beteiligung ermöglichen.Fonds mit vergleichsweise niedriger Mindestbeteiligung, die vergelichsweise vielen Anlegern eine Beteiligung ermöglichen.
R-Z
Referenzwährung
Währung, in der die Fondsgesellschaft die Fondspreise täglich ermittelt. De facto ist das Volumen von Aktienfonds jedoch in der Währung der jeweiligen Börse investiert.
REIT
Real Estate Investment Trust: Börsennotierte Gesellschaft, die mindestens 75 Prozent in US-Immobilien investiert.
Rendite
Es gibt vielfältige Methoden zur Errechnung der Rendite. Sie sind häufig nicht miteinander vergleichbar. Das finanzmathematische Ergebnis nach der Methode des "Internen Zinsfußes" (IRR, siehe Interner Zinsfuß) ermittelt die Rendite des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals.
Rentenfonds
Fonds, die überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere (Renten) investiert.
Rücknahmepreis
Der Rücknahmepreis ist der Preis, den Anleger beim Verkauf von Fondsanteile erhalten. Er entspricht dem Fondspreis.
Sharpe Ratio
Kennziffer, die das Verhältnis von Performance und Volatilität misst. Sie setzt den jährlichen Ertrag minus dem am Markt risikolos zu erzielenden Zinssatz in Relation zur Standardabweichung.
Schenkungssteuerlicher Wert
Grundlage des schenkungssteuerlichen Wertes einer gewerblichen Unternehmensbeteiligung bildet das Kapitalkonto der Kommanditisten, in dem die Liquiditätsströme und steuerlichen Ergebnisse abgebildet sind. Dabei werden Ausschüttungen wie Entnahmen behandelt. Im Falle der Übertragung des Anteils durch Schenkung oder Vererbung hat eine Beteiligung an einem Unternehmen Vorteile z.B. gegenüber Geldzuwendungen aufgrund des nach erbschaftssteuerlichen Vorschriften zu ermittelnden, geringeren Wertes.
Schiffsbetriebskosten
Um das Schiff 365 Tage im Jahr in Fahrt zu halten, fallen neben Ausgaben für die Besatzung auch Kosten für die Ausrüstung, Schmieröl, mögliche Reparaturen und Versicherungen an. Ein Großteil dieser Kosten fallen in USD an. Der wirtschaftliche Erfolg des Schiffes hängt daher entscheidend von der Entwicklung der Betriebskosten in der jeweiligen Währung und dem Wechselkurs ab.
Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist - entsprechend einer Immobilienfinanzierung - durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.
SMax
Spezielles Segment der Deutschen Börse für Aktien mittelständischer Firmen.nn
Small Caps
Gering kapitalisierte oder kleinere Aktiengesellschaften. In Deutschland wird seit April 1999 die Entwicklung der 100 bedeutendsten Small Cups durch den Nebenwerte-Index Smax wiedergespiegelt.
Sondervermögen
Das Fondsvermögen heißt Sondervermögen, weil es nicht in den Unternehmenswert der Fondsgesellschaften hineingerechnet werden darf. Es wird von einer Depotbank verwaltet und kann daher nicht veruntreut werden.
Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht. Das steuerliche Ergebnis wird bei einer Personengesellschaft (z.B. KG) den Gesellschaftern anteilig entweder entsprechend der Höhe ihrer Beteiligung, oder wie im Gesellschaftsvertrag vereinbart, zugewiesen.
Stiller Gesellschafter
Der Stille Gesellschafter beteiligt sich an einem Unternehmen mit einer Einlage, die in das Vermögen der Gesellschaft übergeht. In den meisten Fällen wir die Einlage mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst und der Stille Gesellschafter nimmt nicht am Ergebnis der Gesellschaft teil. Im Fall der "Atypisch Stillen Gesellschaft" nimmt der Stille Gesellschafter am Ergebnis der Gesellschaft teil, die feste Verzinsung der Einlage entfällt. In der Regel hat der Stille Gesellschafter einen vertraglich gesicherten Anspruch auf die Rückzahlung seiner Einlage. Gemäß HGB § 232 und § 236 hat die Gesellschaft das Recht, Forderungen gegenüber dem Stillen Gesellschafter gegen seine Einlage aufzurechnen.
Switchen
Wechseln zwischen zwei Fonds. Anleger, die bei ein und derselben Gesellschaft in einen anderen Fonds wechseln, zahlen oft nur einen reduzierten Ausgabeaufschlag. Die Kosten werden als Switchgebühr bezeichnet.
TER
Total Expense Ratio: Das Verhältnis der Gesamtkosten in einem Jahr zum durchschnittlichen Fondsvermögen. Diese Zahl kann von Jahr zu Jahr schwanken.
Testat
Erklärung eines unabhängigen Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers, die bestätigt. Dass die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einer Gesellschaft den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften entspricht.
Thesaurierung
Gewinne werden nicht ausgeschüttet, sondern für andere Zwecke als Rücklage in der Bilanz der Gesellschaft angesammelt.
Tilgung
Ab- oder Rückzahlung einer langfristigen Schuld. Die Tilgung erfolgt normaler Weise in viertel- oder halbjährlichen gleichförmigen Raten.
Tonnagesteuer
Nach dem § 5 a EStG haben Schifffahrtsgesellschaften seit dem 1. Januar 1999 die Möglichkeit, eine pauschalierte Gewinnermittlung in Abhängigkeit von der im internationalen Schiffsverkehr eingesetzten Tonnage vorzunehmen. Diese Gewinnermittlungsmethode wird im allgemeinen Sprachgebrauch als "Tonnagesteuer" bezeichnet. Wesentliche Voraussetzungen für den Wechsel zur pauschalierten Gewinnermittlung sind u.a., dass sich die Geschäftsführung der Gesellschaft im Inland befindet, die Bereederung des Schiffes im Inland durchgeführt wird und das Schiff im Wirtschaftsjahr überwiegend in einem deutschen Schiffsregister eingetragen ist. An diese Gewinnermittlungsart ist die Gesellschaft dann für zehn Jahre gebunden.
Top-down-Ansatz
Analysemethode, bei der aufgrund der Entwicklung einer Volkswirtschaft oder einer Branche auf die Entwicklung eines Unternehmens und dessen Aktienkurs geschlossen wird.
Trading Fonds
Auch: No-Load-Fonds. Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Aufgrund der hohen laufenden Kosten vorrangig für kurzfristige Anlagen interessant.
Treuhandgesellschaft
Unternehmen, das treuhänderisch "im Auftrag und für Rechnung" eines oder mehrerer Treugeber (Anleger) tätig ist. Der Treuhandvertrag regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber. Nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister wandelt es sich in eine Verwaltungstreuhand um.
Unternehmen
Bezeichnung der Betriebswirtschaftslehre für eine wirtschaftlichrechtlich organisierte Wirtschaftseinheit, abzugrenzen gegenüber dem Betrieb, der den technischen Produktionsbereich kennzeichnet.
Unterschiedsbetrag
Im Jahr des Wechsels zur Tonnagesteuer sind der Unterschiedsbetrag zwischen Buch- und Teilwert des Schiffes sowie sonstige im Betriebsvermögen der Beteiligungsgesellschaft vorhandene stille Reserven festzustellen, die bei der Veräußerung des Schiffes oder im Falle einer Rücknahme der Option zur Tonnagesteuer nach Ablauf der zehnjährigen Bindungsfrist unabhängig vom tatsächlich erzielten Veräußerungserlös zu versteuern sind.
Value Fonds
Fonds, die in substanzstarke, allerdings unterbewertete Aktien investieren. Die Aktien haben in der Regel ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).
Veräußerungserlös
(Weiter-) Verkaufspreis des Investitionsobjekts, z.B. Schiff, Immobilie, Windpark. Vom Erlös sind neben dem Restbuchwert eventuell Maklerprovisionen oder sonstige Vergütungen und Nebenkosten abzuziehen, um den Veräußerungsgewinn zu ermitteln.
Verlustzuweisung
Aufgrund hoher Abschreibungen in den ersten Jahren des Betriebes des Schiffes entstehen der betreibenden Gesellschaft Verluste, die auf die Kapitalanleger verteilt werden.
Volatilität
Schwankung eines Fonds um seinen durchschnittlichen Fondspreis.
Währungsrisiko
Risiko, durch nachteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen, Geld zu verlieren. Beispiel: Der Bau- oder Kaufpreis ist in US-Dollar bei Zahlung zu einem späteren Termin vereinbart. Ist im Zahlungszeitpunkt der Dollar gegenüber dem Euro gestiegen (teurer geworden), müssen mehr Euro für den Kaufpreis bezahlt werden. Mit Devisentermingeschäften kann der Wechselkurs auch im laufenden Schiffsbetrieb abgesichert werden. Dem Währungsrisiko steht in gleichem Ausmaß die Währungschance gegenüber.
Wertzuwachs
Positive Wertentwicklung eines Fondsanteils inklusive Körperschaftssteuerguthaben und Wiederanlage der Ausschüttung.
XETRA
Exchange Electronic Trading: Elektronisches Handelssystem der Deutschen Börse mit einem für alle Marktteilnehmer offenen Orderbuch.
XTF
Exchange Traded Funds: Börsengehandelte Fonds. Seit April 2000 ist diese Fondskategorie am gleichnamigen Marktsegment der Deutschen Börse zum Handel zugelassen.
Zeichnungsschein
Urkunde, durch die sich ein Anleger zum Kauf eines bestimmten Wertes am Fonds verpflichtet.
Zwischenfinanzierung
Ähnlich einem Hausbau, werden bei einem Schiffsneubau Baupreisraten bei Vollendung bestimmter Bauabschnitte fällig und müssen an die Bauwerft gezahlt werden. Dies ist in der Regel bei Bauvertragszeichnung, Kiellegung, Stapellauf und Ablieferung der Fall. In diesem Zeitraum ist die Eigentümergesellschaft noch nicht mit ihren vollen Finanzmitteln ausgestattet, weshalb die Baupreisraten mit einem Bankdarlehen zwischenfinanziert werden. Häufig werden auch konzeptionsbedingt Eigenmittelzuflüsse über die ersten Jahre eines Fonds gestreckt und machen ebenfalls eine Zwischenfinanzierung in entsprechender Höhe notwendig.
