König & Cie.

| Schriftgröße: 

IVD zum Wohnungsbau 2009: Nur 100.000 neue Einheiten in Deutschland

Freitag, 24 September 2010

Der Wohnungsbestand in Deutschland ist 2009 nur um 102.000 neue Einheiten gewachsen. Das ist eines der Ergebnisse einer Analyse des Wohnungsbaus, die das Center für Real Estate Studies (CRES) im Auftrag des IVD vorgenommen hat. Das CRES hat dabei neben den Baufertigstellungen aus Städten und Kreisen erstmalig auch die in der Bautätigkeitsstatistik erfassten Abgänge durch Abrisse und Umnutzungen mit einbezogen. Das Resultat: 136.518 neugebauten Wohnungen stehen Verluste von 34.112 Einheiten gegenüber.

"Mit einem Saldo von 102.406 Wohnungen bleibt die Angebotsentwicklung deutlich hinter dem Bedarf zurück", erklärt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. "Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat beispielsweise errechnet, dass in den kommenden fünf Jahren jährlich 195.000 Wohneinheiten benötigt werden." Mit Blick auf etwa 150.000 Fertigstellungen sei man bislang von 45.000 fehlenden Einheiten ausgegangen. In Wahrheit sei die Differenz zwischen Neubaubedarf und Bauleistung offenbar viel größer.

Der IVD geht davon aus, dass die Lücke noch größer ist, als die Analyse des CRES aufzeigt. „Die Dunkelziffer beim Wohnungsabgang ist erheblich, weil die Wohnungszusammenlegungen nicht erfasst werden“, argumentiert Schick. „Wenn jährlich nur 0,1 Prozent der Wohnungen zusammengelegt werden, bedeutet dies, dass 24.000 Wohnungen nicht mehr verfügbar sind.“ Auf der anderen Seite bleibe der Neubaubedarf auch bei rückläufigen Bevölkerungszahlen auf einem hohen Niveau. „Die steigende Anzahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte und die Abwanderung aus ländlichen Gebieten in die Wirtschaftszentren sorgen dort für eine große Nachfrage“, beschreibt Schick die derzeitige Situation. „An immer mehr Standorten sind wir daher auf dem Weg zu einer deutlichen Angebotsverknappung. Vor allem bei bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten wird es eng.“

Mit durchschnittlich 1,3 Wohnungsfertigstellungen je 1.000 Einwohner schneiden die Städte beim Wohnungsneubau insgesamt deutlich schlechter ab als dicht besiedelte Landkreise und die ländlichen Gebiete, in denen 1,8 beziehungsweise 1,5 neue Wohnungen pro 1.000 Einwohnern gebauten worden sind. Dort sind allerdings auch die Rückgänge mit durchschnittlich 13 beziehungsweise 17 Prozent relativ hoch. In den Städten sanken die Fertigstellungszahlen im Vergleich zum Vorjahr dagegen nur um gut vier Prozent. Den vollständigen Bericht erhalten Sie auf der Website des Immobilienverband IVD Bundesverband.

You are missing some Flash content that should appear here! Perhaps your browser cannot display it, or maybe it did not initialise correctly.

Call me back

Sie sagen wann und wo wir Sie erreichen.
Wir rufen Sie zurück! Call me back

Investors Weekly

News, Marktberichte, Steuertipps -
wöchentliche Highlights per E-Mail. Jetzt informieren

You are missing some Flash content that should appear here! Perhaps your browser cannot display it, or maybe it did not initialise correctly.

You are missing some Flash content that should appear here! Perhaps your browser cannot display it, or maybe it did not initialise correctly.